Hälfte geschafft - Halbzeitstand und Seitenwechsel

01. August 2018 Klara – Berufsfelder

Vor etwas mehr als 1,5 Jahren, nämlich genau am 15. August 2016 begann für mich und meine Kollegen das Abenteuer Mohn Media. Uns erwartete zunächst viel Unbekanntes und wir mussten eine Menge entdecken und kennenlernen. Das galt sowohl für Ausbilder, Lehrer, Kollegen und Ansprechpartner wie auch Gebäudeteile und Abteilungen. Außerdem mussten sich über 30 neue Azubis untereinander kennenlernen. Das wurde durch viele Aktionen, wie eine Fahrradtour, die jährliche Azubiparty und das Betriebsfest vereinfacht. Dort konnten wir auch mal außerhalb von Arbeit und Schule miteinander quatschen. So entwickelte sich sehr schnell eine feste Gruppe aus uns Mediengestaltern der Unterstufe.

Die Firma lernten wir besonders durch verschiedene Erkundungsprojekte kennen und nachdem jeder sich das ein oder andere Mal auf dem Betriebsgelände verirrt hat, fanden wir bald ganz gut zurecht.

Während des ersten Ausbildungsjahres erwarteten uns anfangs viele Übungsaufgaben bei denen wir unsere Macs und die Programme kennenlernten. Schon bald folgten die ersten kleinen Aufträge und Projekte. So gestalteten wir beispielsweise diverse Plakate, Mitarbeiterzeitschriften, Abschiedsbücher und Einladungen.

  • Composingübung und ein Typoportrait (ein Portrait nur aus Wörtern)
  • Bildbearbeitung mit Photoshop
  • Bookface, Fotografie und Bildbearbeitung
  • Übungen mit Illustrator, Freistellung und Aufbauen einfacher Formen

Bis zur Zwischenprüfung haben wir Mediengestalter unseren festen Arbeitsplatz in der Ausbildungsabteilung der Vorstufe. Dort werden wir von vier Ausbildern betreut und lernen Schritt für Schritt die Grundlagen der Mediengestaltung.


Nachdem wir zwei Wochen gearbeitet haben folgt auch für uns eine Schulwoche. Zur Schule gehen wir, wie auch die Drucker und Buchbinder, im Bertelsmann Corporate Center, welches nur ein paar Meter weiter, in derselben Straße wie unsere Firma liegt. Dort lernen wir neben den Fächern Deutsch, Mathe und Englisch auch kaufmännische Grundlagen und jede Menge über Vorstufe, Druck und Weiterverarbeitung. Im ersten Schuljahr lernten wir viele theoretische Grundlagen und nutzen oft die Nähe zur Firma, um uns dort etwas anzugucken oder den mit Macs ausgestatteten Schulraum der Ausbildungsabteilung zu nutzen.

In den ersten 1,5 Jahren stand auch die Querausbildung an. Hierbei verbringen wir jeweils eine Woche in der Druckerei und der Buchbinderei. Eine super Sache, denn so lernt man auch die Arbeitsschritte kennen, die nach der eigenen Arbeit folgen.

Die Zeit flog an uns vorbei, wir wurden zur Mittelstufe und im Nu standen wir vor unserer Zwischenprüfung. Nachdem unsere Lehrer und Ausbilder uns vorbereitet hatten, ging es für uns an einem Mittwochmorgen nach Bielefeld, um dort unsere Theorieprüfung zu schreiben. Nachdem ein Parkplatz gefunden war und wir erstmal in die falsche Schule des Schulzentrums gelaufen waren, fanden wir irgendwann endlich auch unseren Prüfungsraum. Nun waren unsere größten Sorgen beseitigt und wir konnten recht entspannt in die Prüfung gehen. Auch diese Hürde nahmen wir und zurück bei Mohn bestätigte Lina auf die Frage, wie es gelaufen sei

Jo, also bestanden haben wir!

Denn unsere Zwischenprüfung ist nur ein Zwischenstand und das Ergebnis wird nicht (wie in vielen anderen Ausbildungsberufen) mit in die Note der Abschlussprüfung eingerechnet. Man kann also gar nicht durchfallen.

Nachmittags schickte uns unser Ausbilder mit einer Kamera ins Fotostudio, um Portraitfotos zu machen. Nachdem das erledigt war, schossen wir auch noch das ein oder andere lustige Gruppenfoto von uns (wie ihr oben sehen könnt). Wir vergaßen die Zeit und auch, dass wir nach der Theorieprüfung einen verschlossenen Umschlag mit der Aufgabenstellung für den Praxisteil der Prüfung mitbekommen hatten. Diese Aufgabe erwartete uns dann am nächsten Tag. Vor kurzem kamen dann auch unsere Ergebnisse: Wir haben alle bestanden!

Nachdem wir damit die erste Hälfte unserer Ausbildung geschafft hatten, hieß es kurz nach Ostern »Seitenwechsel«. Wir wechselten von der Ausbildungsabteilung in die »richtige« Arbeitswelt. Drei von uns nahmen ihren Arbeitsplatz in den Teams der Vorstufe ein, während der Rest in den Vertrieb ging.

Sobald ich mich hier richtig eingelebt habe, werde ich Euch natürlich von dem Abenteuer erzählen.

Klara

Mediengestalterin

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