Am Ende – Abschlussprüfung Teil 2

15 . August 2018 |  Susanne Krieftewirth -  Berufsfelder

Am Tag nach der Theorieprüfung begannen wir - an eigens von unseren Ausbildern für uns ausgesuchten und getrennten Arbeitsplätzen – mit dem Schreiben der Konzeptionen. Schließlich ist eine Abschlussprüfung ja keine Gruppenarbeit! Außerdem haben wir wohl alle mal an der ein oder anderen Stelle bemerkt, wie schnell man sich auch unbewusst von den Ideen der anderen Prüflinge beeinflussen lässt.
Bei einer Konzeption geht es darum einem fiktiven Unternehmen, wie in unserem Fall einem Amateurtheater, einen Vorschlag auszuarbeiten, wie es am effektivsten neue Kunden bzw. Besucher anwerben kann. Gegeben ist dazu eine kurze Aufgabenstellung, in der Informationen über das Budget, den Zeitraum, die Unternehmenswerte und natürlich das Unternehmensziel auf dem das Konzept aufgebaut wird, enthalten sind.
Dabei muss vor allem darauf geachtet werden, beim Schreiben den roten Faden und ganz wichtig die Zeit nicht aus den Augen zu verlieren. Was sich leichter anhört als es tatsächlich war. Einmal im Thema drin, verfliegt die Zeit schneller als man tippen kann. 
Falls sich Fragen ergeben oder man mehr Informationen braucht, gibt es einen festen Termin für ein Rebriefing mit dem Ansprechpartner (einem Mitglied des Prüfungsausschusses). Zehn Tage hatten wir Zeit unsere Konzeptionen zu schreiben, zu gestalten sowie am Ende auf selbstausgesuchtem Papier zu drucken und auch zu binden – also eine fertige Broschüre mit Hilfe der Buchbinderei herzustellen.
Nach Ablauf dieser zehn Tage folgte die Gestaltungsaufgabe bei der die Kreativität am Anfang nicht so recht fließen wollte. Trotzdem musste innerhalb von 6,5 Stunden ein präsentierfähiges Ergebnis fertig sein. Je öfter ich mir meinen Entwurf angesehen habe, desto besser fand ich ihn sogar.
Zwischendurch fand in der Berufsschule die Kalkulationsprüfung statt, bei der wir per Exceltabelle und Tabellenbuch die Herstellkosten eines gedruckten sowie digitalen Produktes berechnen mussten. 

Währenddessen ging es aber auch schon darum, die Präsentation des Konzepts vor den (fiktiven) Kunden vorzustellen. Dabei bleibt es freigestellt mit welchen Hilfsmitteln präsentiert wird, es geht viel mehr um die Umsetzung und ob man den Kunden auch wirklich überzeugt hat. Dabei sitzen Dir dann drei Kunden und ein oder zwei zusätzliche Mitglieder des Prüfungsausschusses, die protokollieren, gegenüber.
Zum Schluss gibt es die Note der Präsentation und den Bescheid, dass man die Prüfung bestanden hat. Die restlichen Noten lädt die IHK in einem Onlineportal hoch, man bekommt aber selbstverständlich auch noch bei einem separaten Termin das Prüfungszeugnis von der IHK überreicht.
Jetzt könnten wir uns endlich entspannt zurücklehnen, wenn da nicht noch unser traditionelles Gautschfest wäre... Aber bis es soweit ist leben wir uns erst einmal wieder in unsere Abteilungen ein und starten endgültig ins Berufsleben.

Susanne Krieftewirth

Mediengestalterin